„Nur Entwicklungsprogramme bringen Menschen weiter. Ein einzelnes Training hilft nicht!“
Michael + Karin Letter

- Die Letter und CCR Methode des Lernens
Dr. Richard Gris ist promovierter Diplompsychologe, Trainer, Coach und Berater mit dem Schwerpunkt Führung und Veränderung- Er hat das Buch „Die Weiterbildungslüge“ veröffentlicht. Der Name ist ein Pseudonym. Richard Gris (alias Dr. Axel Koch) ist Insider im Weiterbildungsgeschäft. Er hat rund 15 Jahre Erfahrung als Trainer, Berater und Coach.
Neben einer allgemeinen Schelte auf die Kollegen, beschreibt er in 7 Thesen (siehe unten) warum Weiterbildung selten funktioniert. Seit vielen Jahren arbeitet die Letter Consulting GmbH nach seinen Maßstäben. Ein Statement von Michael Letter finden Sie immer im 3. Abschnitt der einzelnen Thesen.
Gleichzeitig werden Sie hier die Methodik und Didaktik unseres Instituts erkennen.
Weiterbildungslügen
Die Weiterbildungslandschaft wimmelt von Lügen rund um Lernen und Veränderung. Hier erfahren Sie nun die Wahrheiten.
1. Lüge: Lernen und Veränderung geht ganz schnell, einfach und ohne Anstrengung. Mitarbeiter sind nach einem ein- bis zweitägigen Verhaltenstraining kompetent und verhalten sich in der gewünschten Weise.
Wahrheit: Um Gewohnheiten zu ändern, muss man erst mal reflektieren, wie das bisherige Verhalten aussieht und dann Schritt für Schritt mit Training und Feedback neue Verhaltensweisen aufbauen, bis diese genauso automatisch ablaufen, wie die alten Gewohnheiten. Das alles braucht Zeit, Arbeit, Motivation und Disziplin.
Letter: Das entspricht genau unserer Philosophie: Deshalb trainieren wir in kleinen Stepps, maximal 1 Tag und dann nach 10 bis 14 Tagen der nächste Stepp. Zwischendurch finden Lernkontrollen und Nachbesserungen statt!
2. Lüge: Einstellungen lassen sich „mal eben“ in einem Seminar verändern.
Wahrheit: Viele Einstellungen sind durch Lebenserfahrungen tief verankert und bedeuten oft sogar persönliche Erfolgsmuster. Die Arbeit an fundamentalen Einstellungen ist Millimeterarbeit.
Letter: Auch das ist richtig, diese „Millimeterarbeit“ erfordert enorme Erfahrung, ein routiniertes Team von Trainern und Coaches, eine klare und deutliche Auftragsklärung. Und als Trainer muss ich erkennen, was ich nicht verändern kann und will!
3. Lüge: Der Trainer ist dafür verantwortlich, dass die Teilnehmer etwas lernen und in die Praxis umsetzen.
Wahrheit: Man kann andere Menschen nicht verändern. Das können sie nur selbst tun. Man kann höchstens geeignete Rahmenbedingungen schaffen.
Letter: So ist es! Diesen Rahmen schaffen, Anreize setzen, die Bereitschaft bei den Teilnehmern schaffen, Erlerntes auszuprobieren und zwar nicht im Seminarraum, sondern vor Ort am Arbeitsplatz, nur so kann heute Lerntransfer funktionieren.
4. Lüge: Die Umsetzung von Seminarinhalten in die Praxis läuft unbewusst und automatisch ab. Wissen muss man nicht pauken, wiederholen oder gleich anwenden, sondern es bleibt von allein haften. Im Bedarfsfall ist es sofort abrufbar.
Wahrheit: Nach 24 Stunden sind 80 Prozent der Details vergessen. Über einen Zeitraum von zwei Tagen, einer Woche, einem Monat bis zu vier Monaten geht die Erinnerung an das Gelernte ohne Wiederholung und häufige Anwendung rapide gegen Null.
Letter: Deshalb arbeiten wir nur mit Auftraggebern zusammen, die uns die Chance geben, mehrfach mit den Teilnehmern zu arbeiten. Sehr häufig begleiten wir diesen Prozess über mehrere Jahre mit den unterschiedlichsten Werkzeugen. Dann und nur dann sind die Wiederholungen langsam in Fleisch und Blut übergegangen.
5. Lüge: Vorgesetzte brauchen sich nicht darum kümmern, dass Mitarbeiter Seminarinhalte umsetzen. Mitarbeiter machen das ganz allein in Selbstverantwortung.
Wahrheit: Menschen brauchen ein unterstützendes Umfeld, um neue Denk- und Verhaltensweisen in die Tat umzusetzen und zu stabilisieren. Denn Rückfälle in alte Denk- und Verhaltensweisen sind normal. Und die Bereitschaft des Menschen Mängel zu ertragen, ist größer als seine Bereitschaft Mängel abzustellen.
Letter: Die Einbindung der Führungskräfte ist obligat. Unser Unternehmenscoaching Konzept basiert darauf, dass der Transfer vom Vorstand beginnend bis zum Lagerarbeiter, Pförtner, eben dem ganzen Personal vollzogen wird. Dann kann in Unternehmen auch eine einheitliche Unternehmenskommunikation etabliert werden.
6. Lüge: Man kann alles lernen, wenn man nur will.
Wahrheit: Genetische Eigenschaften und die eigene Biographie entscheiden, wie viel ein Mensch wirklich lernen kann. Es gibt natürliche Grenzen. Deshalb ist es besser, die Talente und Stärken eines Menschen zu erkennen und zu nutzen, anstatt aus ihm etwas machen zu wollen, was er nicht ist.
Letter: Hier trifft das Zitat: „Wenn ich den lahmen Gaul über die Schwelle trage, ist er hinter der Schwelle immer noch ein lahmer Gaul.“ (Autor unbekannt) zu. Nur den Menschen, bei denen ich es als Trainer schaffe, die Bereitschaft für das Lernen und Ausprobieren zu schaffen und die auch die Voraussetzungen dafür haben, wird es gelingen. Als Trainer kann es die Situation geben, dass ich einzelne nicht weiterentwickeln kann. Hier ist Ehrlichkeit gefragt.
7. Lüge: Zufriedenheitsfragebögen am Ende eines Seminars sind das verbreitetste Evaluationsinstrument zur Erfassung eines Seminarerfolgs. Die Annahme ist, wenn überall Einsen als beste Bewertung stehen, ist damit der Lernerfolg für die Praxis sichergestellt.
Wahrheit: Trainer, die humorvoll, unterhaltsam, kompetent und praxisnah wirken, können Teilnehmer begeistern und damit in Zufriedenheitsfragebögen optimale Punktzahl erreichen. Mit Umsetzungserfolg hat das nichts zu tun. Denn die Trainingseuphorie verfliegt genauso schnell wie gute Vorsätze zu Silvester.
Letter: Wir favorisieren hier die Variante, dass wir frühestens nach 3 bis 4 Intervallen Feedback-Bögen ausgeben. Was wir erfragen ist am Anfang des nächsten Intervalls, was tatsächlich aus den sich vorgenommen Umsetzungen geworden ist. Dies natürlich nicht pauschal, sondern explizit. Nur so kann ein Trainer erkennen, ob das erlernte ausprobiert wurde und vor allem mit welchem Erfolg.


